Wahlprogramm 2026 | #2
Gestalten für alle Generationen.
Das generationenübergreifende Miteinander ist ein zentrales Element für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft. Jung und Alt ziehen gemeinsam an einem Strang, um das Beste für unser Coburg herauszuholen. Getragen werden wir dabei vom sozialdemokratischen Grundsatz: „Sozialpolitik beginnt, bevor Probleme entstehen“.
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Die Stadt Coburg steht auf Platz 1 der Kitaplatz-Betreuungsquote im Freistaat Bayern. Darauf ruhen wir uns nicht aus. Unser Ziel ist es, unsere Einrichtungen und Angebote vielfältig, attraktiv und bedarfsorientiert auszubauen. Dabei passen wir das Angebot der stetigen Veränderung von Lebensumständen an, z. B. indem wir auch Betreuung in Randzeiten ermöglichen.
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Gerade in Zeiten von Social Media und fortschreitender Digitalisierung fehlt es manchmal an der persönlichen Begegnung und am Austausch. Doch diese sind essentiell, um Verständnis für andere zu schaffen: Menschen anderen Alters, anderer Religion, anderen Geschlechts, anderer Herkunft oder schlicht anderer Meinung. Um diese Begegnung zu ermöglichen, schaffen wir Raum – im Haus am See, in den Stadtteilquartieren, in den Zukunftsräumen in der Innenstadt, im Demo, im Mehrgenerationenhaus und an vielen weiteren Orten.
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Seit 20 Jahren steht „Coburg – Die Familienstadt“ für gelebte Gemeinschaft: Über 100 engagierte Bündnispartner aus Wirtschaft, Politik, Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern und Verwaltung setzen sich gemeinsam für starke Familien und ein familienfreundliches Coburg ein – ein klares Zeichen dafür, dass nachhaltige Veränderung nur im Miteinander gelingt.
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Die Pflege der Eltern, die Betreuung der Kinder – Familien stehen vor vielfältigen Aufgaben. Wir unterstützen sie dabei, in dem wir dafür sorgen, dass es für alle Gruppen hochwertige und sichere Betreuungsformen gibt, und unsere Bürgerinnen und Bürger beruhigt ihrem Beruf nachgehen können.
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Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und unserer Volkshochschule wollen wir dem Ideal folgen, „kostenlose Bildung von der Krippe über die Schule bis ins hohe Lebensalter zu verwirklichen“, denn gute Bildung und damit Lebenschancen dürfen nicht vom eigenen Geldbeutel abhängen.
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Bildung ist für uns als Oberzentrum nicht nur ein wichtiger Standortfaktor, sondern ein zentraler Baustein unserer Gesellschaft. Sie schafft Chancen, stärkt den sozialen Zusammenhalt und sichert langfristig wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Die Investitionen in unsere 21 Schulen haben daher eine hohe Priorität. Eine sehr gute technische Ausstattung bietet unseren Schülerinnen und Schülern beste Lernbedingungen.
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Gemäß unserem Motto „kurze Beine, kurze Wege“ sind für uns die kleinen Grundschulen genauso wichtig wie die großen Gymnasien. Denn wir wissen um die Wichtigkeit einer wohnortnahen Beschulung für unsere Familien.
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Mit dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) haben Bundestag und Bundesrat den bundesweiten Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung von Grundschulkindern stufenweise ab dem Schuljahr 2026/2027 beschlossen. Für die Stadt Coburg bedeutet dies, den bereits bestehenden hohen Standard an ganztägiger Betreuung gezielt auszubauen. Aktuell verfügen wir über eine Betreuungsquote von über 75 Prozent – ein Wert, der im bundesweiten Vergleich weit über dem Durchschnitt liegt. Damit sind wir frühzeitig auf einem sehr guten Weg, um allen Familien in Coburg ein verlässliches Angebot zu garantieren.
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Die Stadt Coburg legt großen Wert auf die Förderung von Bildung und Kultur. Der Bildungs- und Kultur(s)check ist ein städtisches Förderinstrument, das direkt den Bildungseinrichtungen zugutekommt, um innovative Projekte in diesen Bereichen zu ermöglichen. Bildung und kulturelle Teilhabe gehen Hand in Hand und stärken die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Daher ist es wichtig, die Eigenverantwortung und den Gestaltungsspielraum von Schulen und Kitas bei der Umsetzung von Bildungs- und Kulturprojekten zu stärken.
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In den vergangenen Jahren ist es Oberbürgermeister Dominik Sauerteig mit der WIFÖG gelungen, 13 Haus- und Fachärzte in Coburg anzusiedeln. Jeder findet nun einen Hausarzt. Gemeinsam mit den Akteuren im Gesundheitsbereich sorgen wir auch in den kommenden Jahren für eine gute ärztliche Versorgung.
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Gemeinsam mit dem Sana-Konzern als starkem Partner der klinischen Versorgung arbeiten wir an einer Stärkung des Klinikstandorts Coburg und realisieren den Neubau eines modernen Klinikums auf der Lauterer Höhe.
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Wir setzen uns auch weiterhin für den Ausbau des Angebots kostenloser Hygieneprodukte an Schulen und öffentlichen Gebäuden ein. Damit stärken wir Gesundheit, Würde und Teilhabe.
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Wenn Menschen sich unterstützt fühlen, steigt das Vertrauen in die Gemeinschaft und die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen. Mit leicht zugänglichen Angeboten im Bereich psychosoziale Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien wollen wir Prävention schaffen, Resilienz, Teilhabe und ein solidarisches Miteinander fördern.
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Wir unterstützen die Pflege gemeinsam mit dem Landkreis im Rahmen der etablierten Pflegekonferenz dabei, die Herausforderungen des Fachkräftemangels auch in Zukunft zu meistern und stärken die ambulante Pflege.
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Selbstbestimmtes Leben im (hohen) Alter und in jungen Jahren muss möglich sein; im Idealfall in generationenübergreifenden Wohnprojekten zur gegenseitigen Unterstützung – daran arbeitet unsere Wohnbau aktuell in der Steinwegvorstadt.
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Entwicklung und Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sind für die Stadt Coburg essentiell, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten und älteren Menschen ein selbstbestimmtes, sicheres und soziales Leben zu ermöglichen. Durch die Analyse von Altersstruktur, Lebenssituationen und Nutzung bestehender Angebote lassen sich konkrete Bedarfe erkennen und zukünftige Entwicklungen prognostizieren – für eine vorausschauende und passgenaue Planung in Bereichen wie Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Teilhabe und Pflege.
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Mit vielfältigen Veranstaltungen, Aktionen und Services stärkt der Seniorenbeirat der Stadt Coburg die Lebensqualität älterer Menschen. Mit der „Seniorendisco Silberrock“, den Info-Stammtischen und der „Weihnacht der Generationen“ entsteht Raum für Begegnung, gesellschaftliche Teilhabe und praktische Unterstützung im Alltag – damit Coburg auch im Alter lebendig, sicher und gemeinschaftlich bleibt.
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Die Zahl der Menschen, die Unterstützung im Alltag benötigen, nimmt weiter zu. Mit der Einführung eines Erwachsenensozialdienstes werden Notlagen frühzeitig erkannt und mit präventiver Begleitung weitere Folgen wie Wohnungslosigkeit abgewendet.
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Coburg ist Heimat für Menschen aus allen Teilen der Welt. Sie tragen in Beruf und Freizeit zu einem Gelingen unserer Gesellschaft bei. Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung haben bei uns in Coburg daher keinen Platz. Nicht übereinander, sondern miteinander sprechen muss das Ziel guter Integrationsarbeit sein. Dafür wollen wir einen Integrationsbeirat, dem Menschen aller Nationen angehören, die in Coburg eine neue Heimat gefunden haben.
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Damit das Zusammenleben weiterhin so gut funktioniert, wollen wir die Integration weiter fördern und zugleich die Geflüchteten beim Erwerb der deutschen Sprache, beispielsweise durch die auf unsere Initiative ausweiten. Hierbei sollte primär auf Freiwilligkeit gesetzt werden.
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Die Auszeichnung durch den Freistaat Bayern verstehen wir als Verpflichtung. Bestehende Angebote unserer starken Partner müssen finanziell gesichert und gestärkt werden. Als Mitglied im Verein Sonderpädagogik für Kinder im Coburger Land e. V. setzt die Stadt Coburg ihre Stimme für eine zügige, sinnvolle und zukunftsorientierte Lösung für die Heinrich-Schaumberger-Schule ein.
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Die Einführung einer Bürgerstiftung soll die Beteiligung der Coburgerinnen und Coburger auf ein neues Niveau heben. Sie bietet die Möglichkeit, dass Projekte direkt aus der Bürgerschaft heraus initiiert werden und die Entscheidung über deren Förderung ebenfalls gemeinschaftlich getroffen wird. So entsteht ein transparentes, demokratisches Instrument, das Engagement sichtbar macht und die Stadtentwicklung aktiv mitgestalten lässt.