Wahlprogramm 2026 | #4
Unsere Umwelt ist Lebensgrundlage für uns alle.
Der Erhalt einer intakten Umwelt geht uns alle an. Das wissen wir nicht erst, seit Jugendliche zu Recht auch hier in Coburg für eine bessere Umwelt und eine gute Zukunft unserer Erde und damit von uns Menschen demonstrieren. Wir wissen aber auch, dass CO2-Reduktion und die Anpassung an klimatische Veränderungen in Teilen der Bevölkerung auf Vorbehalte stoßen. Und, dass überambitioniertes Vorgehen zu mangelnder Akzeptanz führt – aus Sorge um den eigenen Lebensstandard. Wir wollen daher nach den durch unseren Oberbürgermeister erfolgreich initiierten großen Beteiligungsprojekten „Green Deal“ und „Zukunftsraum“ Anreize und Möglichkeiten für unsere Bürgerinnen und Bürger schaffen, enkeltauglich in einem Umfeld mit attraktiven Naturraum für Mensch, Flora und Fauna leben zu können. Und als Stadt selbst mit gutem Beispiel auf dem Weg zur klimapositiven Kommune vorangehen. Jeder kleine Schritt ist ein guter Schritt.
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Wir fordern den Landesgesetzgeber auf, Klimaschutz zur kommunalen Pflichtaufgabe zu erklären und die Finanzierung für notwendige Umsetzungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.
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Als vom Freistaat Bayern ausgewählte Modellkommune zum klimagerechten Städtebau setzen wir die Umsetzung der für ganz Bayern beispielgebenden und beschlossenen Konzepte weiter fort.
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Die gepflanzten Platanen am Marktplatz und die grüne Umgestaltung des Von-Stockmar-Platzes sind Auftakt für weitere begrünende und beschattende Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität.
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Wir erhalten städtisches Grün im Rosengarten, Hofgarten, am Goldbergsee und entlang der Itz und schaffen neues Stadtgrün u. a. am Marktplatz, am Gemüsemarkt, im Lohgraben, am Ernstplatz, im Steinweg und als Fortsetzung des Großprojekts Park der Arten auf der Lauterer Höhe.
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In Umsetzung der Rahmenplanung Itzauen erhalten wir den Itzlebensraum und machen ihn den Coburgerinnen und Coburgern am Güterbahnhof, der Mohrenbrücke und dem Vorderen Floßanger zugänglich.
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Dezentrale Energieversorgung z. B. durch Photovoltaikanlagen und Solardächer auch im denkmalgeschützten Innenstadtbereich treiben wir stetig voran.
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Die frühzeitig abgeschlossene Kommunale Wärmeplanung weist uns den Weg in eine gute und bezahlbare Wärmeversorgung für alle.
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Wir fördern Biodiversität und stellen damit den Erhalt und den Ausbau der Artenvielfalt sicher und treiben Naturschutzmodelle wie die Baumschutzverordnung maßvoll weiter voran. Unsere Stadtwälder werden naturnah aufgeforstet.
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Wir etablieren verbindliche Vorgaben für den Grünanteil bei Bauprojekten zur Verhinderung übermäßiger Flächenversiegelung und verhindern Schottergärten des Grauens. Dafür planen wir Förderprogramme zur Fassaden- und Dachbegrünung.
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Schritt für Schritt sanieren wir die städtischen Liegenschaften energetisch und nehmen so unsere Vorbildfunktion wahr.
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Die geschaffene Stabstelle für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist erster Ansprechpartner und Multiplikator für Klimaschutzthemen.